Making of „Lipstick Pink“

Hinter den Kulissen in der Manufaktur

Chefdesignerin Johanna vor Ort in Pakistan – bei der Produktion der bei euch so beliebten Ethletic Black Caps. Im Video seht ihr, wie die ersten Prototypen im Farbton „Lipstick Pink“ entstehen, wie die einzelnen Komponenten mit Naturlatex verklebt werden.

Wir setzen ganz bewusst auf Handarbeit, nicht auf moderne Industrieautomaten. „Perfektion“ entsteht so vielleicht nicht – aber ein Sneaker, den ihr mit gutem Gefühl tragen könnt.

Have a good feeling!

Making of Foxing Tape

Wie der Gummischutz an die Kappe kommt.

Who made my sneaker – and how?
Ethletic-Schuhe werden in hundertprozentiger Handarbeit hergestellt, im Video zu erleben beim Aufbringen des so genannten Foxing Tapes – so heißt das Stoßband rund um die Kappe des Schuhs.

Die unvulkanisierten Streifen mit dem speziellen Ethletic-Muster werden in der Manufaktur in Pakistan mit der Schere für jede Schuhgröße einzeln auf Länge geschnitten.

Danach werden die Streifen nach Augenmaß um die Schuhspitze gelegt und leicht angedrückt, bevor der Schuh in den Ofen kommt. Dort werden die verschiedenen Gummischichten mit der Sohle und dem Canvasstoff vulkanisiert und somit verklebt.

Am Tag können zwischen 200 und 300 Schuhe mit Foxing Tape bestückt werden.

Jetzt wisst ihr Bescheid! : )

Mehr erfahren? Abonniert unseren Youtube-Kanal.

Warum wir kein Weltkonzern sind.

Vom Wachsen. Und was es manchmal bedeutet.

Vor einigen Wochen haben wir unsere Facebook-Freunde beim Freitags-Gewinnspiel gefragt, wie viele Frauen wohl in der Produktion der Ethletic-Sneaker in Pakistan arbeiten. Manche gaben als Tipp ab, es seien sicher Tausende; „10.000“, meinte einer.

So sehr uns die Antworten geschmeichelt haben – sie gehen an der Realität weit vorbei.

Derzeit arbeiten in der Ethletic-Manufaktur in Pakistan knapp 130 Menschen, darunter 27 Frauen.

Nun ist es nicht so, dass wir nicht vielleicht, irgendwann, potenziell einmal ein Weltkonzern werden möchten. Weil das bedeuten würde, dass Millionen von Menschen fair produzierte Schuhe tragen. Und das wäre großartig.

Aber das ist Zukunftsmusik. Entscheidend ist:  

Es geht uns auch beim Wachsen um Nachhaltigkeit.

Deshalb ist es uns wichtig, euch an dieser Stelle ganz offen  zu erklären, warum wir manchmal an unsere Grenzen stoßen, und wir möchten euch um euer Verständnis bitten.

Verständnis dafür, dass manchmal nicht alles so reibungslos klappt wie bei den „Big Playern“ namens Amazon oder Zalando.

Birgit
Birgit Rautenberg

In unserer Versandabteilung arbeiten nicht Hunderte von Menschen in mehreren Schichten. Unsere Versandabteilung – das ist Birgit, die Frau auf dem Foto.

Birgit bekommt manchmal Hilfe von einer studentischen Hilfskraft oder einer Aushilfe, jetzt, in den Sommermonaten, der Hauptsaison unserer Sneaker. Doch im Großen und Ganzen stemmt Birgit die komplette Abwicklung der Bestellungen allein.

Beantwortet E-Mails, läuft ins Lager, sammelt Kartons ein, prüft die Ware, verpackt sie, druckt Lieferzettel aus und Rechnungen, kontrolliert Geldflüsse, nimmt Retouren entgegen, kontrolliert sie, bucht Geld wieder zurück. Ein Vollzeit-Job, von dem sie nachts manchmal träumt, sagt Birgit. Pakete, die sie noch nicht gepackt, Retouren, die sie noch nicht verbucht hat.

„Warum“, und diese Frage drängt sich tatsächlich auf, „stellt ihr nicht einfach viel mehr Leute ein?“

Weil wir immer noch ein kleines Unternehmen sind. Ein wirklich kleines. Nicht mehr so klein wie im vorletzten oder im letzten Jahr, und darum geht es letztendlich, aber immer noch nicht groß.

Marc Solterbeck, der Chef von Ethletic, ist seit Jahrzehnten selbständig. Er hat immer wieder Wirtschaftskrisen erlebt, zuletzt die große Finanzkrise, deren Auswirkungen ja bis heute spürbar sind.

Marc hat seine Schlüsse daraus gezogen und seine Maxime lautet: Organisch wachsen. Das bedeutet für ihn, sich nicht zu überheben, keine Kredite aufzunehmen. Keine riesigen Werbekampagnen „auf Pump“, die das Geld irgendwann wieder einspielen – oder vielleicht auch nicht. Marc bemüht oft das Bild einer Dorf-Bäckerei, die auch keine Kampagnen brauche. Die einfach nur gute Brötchen backen muss, so gut, dass es sich herumspricht und die Leute wiederkommen.

Nun spricht sich „das gute Gefühl“, das viele inzwischen mit Ethletic-Sneakern verbinden, langsam aber sicher herum. Es ist immer noch schwer plan- und einschätzbar, wie viele Menschen pro Saison ihr Herz für faire, umweltschonend produzierte Schuhe entdecken. Ja, es werden defintiv immer mehr – aber wie viel mehr, und wie schnell?

Wir freuen uns über jeden neuen Kunden – und wachsen an jedem neuen Kunden und mit ihm. Verschieben unsere Grenzen.

Doch das braucht Zeit.

Die gute Sache ist uns zu wichtig, als dass wir sie leichtfertig aufs Spiel setzen wollten.

Ethletic zahlt Prämien, die weit über das hinausgehen,  was unsere Siegel festschreiben. Gewinne werden für diese Prämien eingesetzt, werden reinvestiert in neue Maschinen oder die kontinuierliche Schulung der Mitarbeiter. Ganz sicher nicht in hohe Gehälter, Firmenwagen oder fancy Büroräume.

Manchmal verlässt eine Bestellung einen Tag später das Haus als es uns allen hier lieb ist. Manchmal auch zwei Tage später, oder drei, wenn mit einem Mal das Wetter gut wird und alle auf einmal neue Sneaker brauchen, worüber wir jubeln, was uns aber auch an den Rand unserer Kapazitäten und Birgit manchmal fast an den Rand des Wahnsinns treibt.

Aber eben nur fast. Weil wir alle wissen, wofür wir uns reinhängen und dass es, wenn alles gut läuft, nur eine Frage der Zeit ist, dass wir ruhigen Gewissens den nächsten Wachstumsschritt machen können. So sind wir im Moment dabei, sowohl das Lager als auch das Retourensystem neu zu strukturieren.

Wir wünschen uns von Herzen, dass ihr mit eurer Ethletic-Erfahrung zufrieden seid – und dazu gehört die Bestellung genauso wie das spätere Tragen des Schuhs.

Sagt uns Bescheid, wenn es knarzt im System, wenn wir etwas verbessern müssen, wenn es Nachfragen gibt. Und habt, das ist unsere Bitte, ein wenig Geduld, wenn die Antwort-Email oder der Rückruf länger auf sich warten lassen als ihr es von den Großen der Branche vielleicht gewöhnt seid.

Wir tun unser Bestes. Keine Nachricht, keine Bestellung, keine Zahlung geht verloren. Das versprechen wir euch.

Lasst uns weiter gemeinsam wachsen. Der Weg entsteht, während wir ihn gehen – mit euch und dank euch.

Euer Ethletic-Team

Making of Organic Cotton

Auf den Spuren der Biobaumwolle

Ole Feddersen ist Sänger und Songwriter. Er stammt aus Lübeck – der Stadt, in der auch die Ethletic-Sneaker zuhause sind.

Als Ethletic-Freund der ersten Stunde ist Ole inzwischen so etwas wie ein „Markenbotschafter“ – die Idee des Fairen Handels hat ihn überzeugt und er trägt sein Bekenntnis dazu gern in die Welt hinaus.

Seit Jahren steht er mit Größen wie Udo Lindenberg auf der Bühne,  aktuell tourt er wieder mit ihm durch Deutschland.

Für Ethletic reiste Ole nach Indien, um sich mit „Schuhpapa“ Marc Solterbeck Produktion und Weiterverarbeitung der Biobaumwolle aus der Nähe anzusehen – eine Reise, die ihn sehr berührt hat. Seht selbst, welche Eindrücke die beiden gesammelt haben.

Besucht auch unseren YouTube-Kanal „Ethletic TV“!

Nachhaltig frisch

Immer schön sauber bleiben.

Nude. Ice Cream Pink. Frozen Yellow. Alles wunderbare Farbtöne, hell und sommerlich. Aber: Wie sehen die nach ein paar Wochen aus? Und: Kann man die Schuhe waschen?

Viele von euch fragen sich das. Und haben uns gefragt.

Also habe ich, Anni, bekanntermaßen „Heavy Userin“ meiner Fair Dancer, den Test gemacht.

Nach wochenlangem Barfuß-Einsatz am Strand, im Sandkasten, auf dem Fahrrad und im feuchten Stadtpark sahen die Ballerinas – zugegeben – nicht mehr taufrisch aus.

In die Waschmaschine wollte ich sie nicht stecken – das kam mir zu gewagt vor. Also ab ins Waschbecken.

Dann folgendes Prozedere:

  • lauwarmes Wasser
  • etwas Flüssigwaschmittel dazu
  • die Flecken mit „Frosch – wie Gallseife“ behandeln
  • alles ordentlich mit der Nagelbürste einschäumen
  • mit viel kaltem Wasser ausspülen
  • ein paar Stunden an der frischen Luft trocknen lassen

Das Ergebnis überzeugt (draufklicken für eine größere Ansicht):

Mein Fazit: Nichts hat gelitten, nicht die Farbe, nicht die Innesohle, nicht die Verklebung – funktioniert also! Habt Spaß in euren Schuhen, und mutet ihnen ruhig mal was zu.

Habt ihr eure Ethletics auch schon mal gewaschen? Und wie? Uns interessieren eure Erfahrungen.

PS: Für amtliches „Schietwetter“, wie wir Hamburger sagen, besitze ich ein Paar Fair Trainer in Schwarz – sicher ist sicher…

Warum wir die Vielfalt lieben

 „Biodiversität“ – sperriges Wort, wichtige Sache

Heute, am 22. Mai, ist der „Internationale Tag der Biodiversität“. Was das mit uns zu tun hat, mit unseren Sneakern – und mit euch?

Biobaumwolle
Biobaumwolle

Sehr viel. Der Faire Handel setzt sich für biologische Vielfalt ein. Es sollen nicht immer mehr Pflanzen- und Tierarten von der Erde verdrängt werden. Denn das Ausmaß dieser Entwicklung ist erschreckend:  So gelten von 40.000 „Rote-Liste-Tierarten“ 40 Prozent als akut bedroht.

Und der heute vorherrschende Trend zur intensiven Landwirtschaft hat noch mehr Kehrseiten: Bei Kulturpflanzen und Nutztieren nehmen sowohl die Artenvielfalt als auch die innerartliche Vielfalt der Sorten und Rassen stetig ab.

90 Prozent der weltweit erzeugten Kalorien stammen von gerade einmal 15 Pflanzen- und acht Tierarten. (Quelle: Fairtrade Deutschland)

Hinzu kommen Wasserübernutzung, Überdüngung und Eintrag von Düngemitteln und Pestiziden in Böden und Gewässer.

Was wir tun?

Wir von Ethletic unterstützen ganz explizit kleinbäuerliche Betriebe und Kooperativen. Unsere Fairtrade-Biobaumwolle wird von Kleinbauern in Indien gepflanzt und geerntet. Diese sind auf funktionierende Ökosysteme zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse angewiesen. Das bedeutet: Sie „leben“ von ihrem Land – und müssen idealerweise zu großen Teilen auch Lebensmittel selbst anbauen.

Deshalb unterstützen wir die Bauern dabei, ihre Felder wechselweise für Baumwolle und für die von ihnen benötigten Lebensmittel zu nutzen. Das mag auf den ersten Blick den „Ertrag“ schmälern – ist auf lange Sicht jedoch viel vorteilhafter: Für die betroffenen Bauern, für den Planeten, für uns alle.

Denn Fakt ist: Die kleinbäuerliche Wirtschaftsweise ist nach zahlreichen Studien die nachhaltigste und umweltschonendste.

Deshalb setzen wir auf Vielfalt. Tu du es auch.

Biobaumwolle

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Warum Bio-Baumwolle?

Wenn wir an Bio-Baumwolle denken, dann verbinden wir damit den Verzicht auf chemischen Dünger, Genmanipulation oder Pestiziden.
Aber Bio-(Landwirtschaft) ist noch viel mehr! Ökologisch nachhaltige Bewirtschaftung von Agrarflächen stellt das gesamte biologische System in den Mittelpunkt. Das bedeutet eine lokal angepasste Komposition der Nutzung von vorhandenen und nachwachsenden Ressourcen sowie eine vorausschauende Planung des Anbaus von Mischkulturen und den vorsorgenden Einsatz von Schädlingsbekämpfung.

Wir von ETHLETIC arbeiten ausschließlich mit Bio-Baumwolle, weil wir Wert auf ein ein ganzheitliches System nachhaltiger, umweltfreundlicher, sozialer und letztendlich gesunder Produktion legen.

 

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FLO-zertifizierte Bio-Baumwolle aus Indien

Die Bio-Baumwolle für unsere ETHLETIC-Sneaker stammt aus FLO- zertifizierten Kleinbauernplantagen aus Indien.
„FLO“ steht für „Fairtrade Labelling Organizations International“, eine internationale Organisation mit Sitz in Bonn.
Sie entwickelt die Standards des fairen Handels und begleitet Produzentenkooperativen und Kleinbauen darin, die Anforderungen des fairen Handels zu erfüllen.
Die Zertifizierungsorganisation FLO-CERT ist für die Durchführung der Zertifizierung, Kontrollen und Audits bei den Vertragspartnern zuständig.

Unsere Bio-Bauern in der Region Andra Pradesh im Südosten Indiens bebauen etwa 30 bis 40 Prozent ihrer durchschnittlich zwei Hektar Eigenland mit Bio-Baumwolle. Der Rest der Flächen wird zudem mit Bohnen, Nüssen oder Zitrusfrüchten für den Eigenbedarf bebaut, so dass keine Monokulturen entstehen.
Der Einsatz von Pestiziden ist unter den Bauern verpönt, weil sie verstanden haben, dass der Einsatz von (westlichem) Dünger oder genmanipuliertem Saatgut, nicht nur in finanzielle Abhängigkeiten bringt, sondern auch mittelfristig ihrer Existenzgrundlage beraubt, weil dem Boden wertvolle Nährstoffe entzogen werden.
„Bio“ ist bei unseren indischen Kleinbauern keine Modeerscheinung, sondern ein Selbstverständnis den Grund und Boden in gutem Zustand an die nächste Generation weiterzugeben!

Die Kleinbauerngemeinschaft, von der die ETHLETIC-Bio-Baumwolle stammt, heißt „Chetna Organic“ (http://www.chetnaorganic.org.in) und hat ihre Hauptanbaugebiete in den Provinzen Andra Proadesh und Odisha. „Chetna Organic“ wurde 2004 mit 234 Kleinbauern gegründet. 2014 haben sich bereits über 15 000 Bauern diesem Kleinbauernverband angeschlossen und sich der Biologischen Landwirtschaft verpflichtet.

ETHLETIC bezieht seine Bio-Baumwolle seit 2007 über die Firma „Rai Laksmi Cotton Mills“ mit Sitz in Kalkutta aus dieser Region.
„Chetna Organic“ schult die Bauern in kleinen Trainingscentern oder auf Bio-Musteranlagen, wie man mit biologischer Landwirtschaft verantwortungsvoll und ertragreich wirtschaften kann.
Weiterhin wird dafür gesorgt, dass für die Erträge der Bio-Baumwolle faire Preise erzielt werden und das Saatgut zu fairen Preisen eingekauft werden kann.
Auch die Weiterverarbeitung der Bio-Baumwolle in den Baumwollmühlen und Webereien erfolgt in fairtrade-zertifizierten Betrieben in Indien, von wo aus dann die fertigen Canvastoffe in unsere Produktionsstätte nach Pakistan gebracht werden.

 

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Wer erntet die Bio-Baumwolle?

Wir legen großen Wert auf persönliche Kontakte zu unseren Vertragsbauern. Deshalb reisen wir regelmäßig nach Indien auf die Plantagen und planen mit „Chetna Organic“ die Projekte, die sie mit der Fair-Trade-Prämie für die Kleinbauern finanzieren möchten.

So sind wir eng mit unseren Mitarbeitern verbunden und haben einen Austausch auf Augenhöhe, damit wir auf deren Sorgen und Bedürfnisse eingehen können. Die Menschen in Indien sind sehr offen und gastfreundlich, deshalb ist Besuch immer willkommen. Genauso wie in Sri Lanka dürfen uns auch hierhin immer gern interessierte Freunde begleiten. So flog 2014 Musiker Ole Soul mit uns nach Indien, um sich ein Bild von unserer Bio-Baumwoll-Ernte zu machen und darüber einen kleinen Film für die zweite Produktionsreihe der „Karma Chakhs“ zu drehen.

 

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Warum, welche Zertifikate

Es gibt, was die Bewirtschaftung von Agrarflächen und den Anbau von Rohstoffen angeht, diverse Siegel, die die Einhaltung der internationalen Standards kontrollieren, um das Vertrauen des Verbrauchers zu schützen.

Um im „Siegel-Dschungel“ durchzublicken, haben wir uns für die jeweils anerkannte Organisation für den jeweiligen Rohstoff entschieden, die uns am sinnvollsten für die Aufgabenstellung erschien. Bei Bio-Baumwolle setzen wir auf die Fairtrade-Organisation FLO („Fairtrade Labelling Organizations International“), die regelmäßig überprüft, ob die festgelegten Standards des ökologischen Anbaus und Fairen Handels eingehalten werden.

Naturkautschuk

Was ist Naturkautschuk?

Wenn man die Geschichte des kommerziell genutzten Naturkautschuks erzählen möchte, muss man eigentlich bis ins Jahr 1875 zurückblicken, wo einer Legende nach mehrere Tausend Samen des Kautschukbaumes in einem ausgestopften Krokodil aus Brasilien herausgeschmuggelt wurden. Seit dem wird Kautschuk rund um den Äquator auf dem ganzen Erdball angebaut. Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen, die gummiähnliche Säfte ausscheiden, wie zum Beispiel der brasilianische „Ur-Gummibaum“.
Wir von ETHLETIC arbeiten mit dem Rohstoff des „Hevea Brasialiensis“, aus dessen Rinde die Latexmilch per Hand gewonnen wird. Diese wird dann für unsere Schuhsohlen sowie als Klebstoff verarbeitet.

Beim Naturkautschuk unterscheidet man zwischen zwei Varianten, dem Festkautschuk (sprachgebräuchlich „Gummi“) und der flüssigen Latexmilch (sprachgebräuchlich „Latex“).

Festes Kautschuk entsteht, wenn man die Latexmilch mit Säure (Ammoniak) vermischt. Dann verdickt sich der Latexsaft (wie der Joghurt bei der Milch). Aus dieser Masse wird dann das Wasser herausgepresst und die entwässerten „sheets“ in einem Räucherofen zu Gummimatten getrocknet und haltbar gemacht. Aus diesem festen Naturstoff werden dann später die ETHLETIC-Sohlen hergestellt.

Latexmilch, die direkt aus der Rinde des Baumes fließt, wird im flüssigen Zustand transportiert und verarbeitet.
Bei ETHLETIC setzen wir die Latexmilch als Klebstoff ein. Den Vorgang, der dann sämtliche Komponenten miteinander verbindet und das Gummi elastisch macht, nennt man Vulkanisation. Er wurde 1839 von US-Chemiker Charles Goodyear entdeckt. Bereits 21 Jahre später wurden die ersten Schuhsohlen aus Naturkautschuk in Serie produziert. 1917 war dann die Geburtsstunde der legendären Turnschuhe, die der US-Sportler Chuck Tylor 1918 zum ersten Mal beim Basketballspielen trug.

 

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FSC-zertifizierter Kautschuk aus Sri Lanka

Uns ist es nicht nur wichtig, dass wir ökologische Rohstoffe für unsere Produkte einsetzen, sondern auch, dass diese verantwortungsvoll angebaut und sozial bewirtschaftet werden. Der Naturkautschuk für unsere ETHLETIC-Produkte stammt aus Sri Lanka, wo es die weltweit ersten FSC-zertifizierten Kautschukplantagen überhaupt gibt.

„FSC“ steht für „Forest Stewardship Council“ und ist ein internationales Zertifizierungssystem für Waldwirtschaft. Zehn weltweit gültige Prinzipien garantieren, dass Holz- und Papierprodukte mit dem FSC-Siegel aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. Diese Prinzipien sind in einem internationalen Standard festgelegt. Der FSC-Standard schreibt vor, dass die ökologischen Funktionen eines Waldes erhalten bleiben müssen, er schützt vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten und sichert die Rechte der Einwohner und der Arbeitnehmer. Unsere Naturkautschuk-Plantagen in Sri Lanka werden zudem jedes Jahr neu aufgeforstet.

Was viele nicht wissen ist, dass Gummibaumplantagen zudem mithelfen, unser CO2 aus der Umwelt abzubauen. Ein Hektar Gummibaumplantagen absorbiert sieben Mal mehr Co2 als ein Hektar Regenwald, errechneten indische Forscher.

Außerdem ist Naturgummi biologisch abbaubar, trägt somit zur Entlastung unserer Umwelt bei und verhindert das Anwachsen von Plastikteppichen auf unseren Weltmeeren.

 

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Wer erntet diesen saftigen Rohstoff?

Wir würden am liebsten jeden Menschen in unserer Lieferkette persönlich kennen. Aber das ist aus Zeit- und organisatorischen Gründen leider nicht möglich. Was wir aber lieben und pflegen sind regelmäßige Besuche bei den Kleinbauern und Plantagen, von denen wir unsere Rohstoffe beziehen. Uns ist es wichtig, Kontakt mit den Menschen zu haben und auf Augenhöhe mit ihnen gemeinsam die Zukunft zu planen sowie deren Sorgen und Freuden zu teilen. Auch legen wir Wert darauf, dass uns Freunde auf unseren Reisen begleiten, die sich vor Ort ein Bild von unserer Arbeit machen und Zuhause über ihre Eindrücke berichten.

So begleitete uns zum Beispiel der Berliner Architekt und Künstler Van Bo aus Berlin im Rahmen seines Crowdfunding-Projektes „Karma Chakhs“ nach Sri Lanka und berichtete seiner „Crowd“ anschließend über seine Eindrücke.

 

Warum, welche Zertifikate

Es gibt, was die Bewirtschaftung von Agrarflächen und den Anbau von Rohstoffen angeht, diverse Siegel, die die Einhaltung der internationalen Standards kontrollieren, um das Vertrauen des Verbrauchers zu schützen.

Um im „Siegel-Dschungel“ durchzublicken, haben wir uns für die jeweils anerkannte Organisation für den jeweiligen Rohstoff entschieden, die uns am sinnvollsten für die Aufgabenstellung erschien. Bei dem Rohstoff Naturkautschuk setzen wir auf den Umweltverband FSC (Forest Stewardship Council), der mit seinen Fachleuten bei jährlichen Audits überprüft, ob die festgelegten ökologischen und sozialen Standards eingehalten werden.

Darüberhinaus haben wir uns selbst verpflichtet, zu jeder regulären Bestellung von Rohstoffen oder Produkten einen zusätzlichen Beitrag zur Förderung sozialer Projekte der Plantagenarbeitern zu leisten, in dem wir ihnen zusätzlich 0,50 Euro pro geerntetem Kautschuk bezahlen. Von diesem Geld kann die Gemeinschaft Kleinprojekte wie zum Beispiel den Bau einer kleinen Brücke oder die Einrichtung eines kleinen Konsumladens umgesetzt werden.

Ole Feddersen – Have A Good Feeling

„Ethletic“ – das ist nicht nur ein Brand. Das ist vor allem ein Gefühl! Ein gutes Gefühl! Wir stehen für faire Mode, aber auch für Spaß. Wir lieben das Leben, aber auch den Frieden von Mensch und Tier. Wir machen Musik und das mit Herz. Und wir wünschen uns, dieses Gefühl mit der ganzen Welt zu teilen. Von den Kleinbauern bis hin zu den Konsumenten. Von den Freaks bis zu den Fashionistas. Von Berlin bis Mumbai und wieder zurück. Dazu gibt es jetzt den hauseigenen „Ethletic“-Soundtrack.

++ FREE DOWNLOAD: http://bit.ly/sc-hagf-freedownload ++

Geschrieben und produziert von Musiker Ole Feddersen, der nach seiner Udo-Lindenberg-Tour mit „Ethletic“ in Indien war und hinter die Kulissen unserer Produzenten geschaut hat. Geremixed von Wolfgang Lohr, der den Song gehört und das Gefühl sofort verinnerlicht hat. Und jetzt seid ihr dran… Have a good Feeling!